Chronologie
Vorstände
im SGV Oberhausen/Rheinland
vormals Osterfeld - mit Höhepunkten und Auszeichnungen
Vorsitzende(r)
1921 - 1923 Schmidt Hans
03.07.1921 Gründung der Abteilung Osterfeld
1923 - 1953 Sebon Georg Ehrenvorsitzender
1953 - 1966 Haucke Robert Ehrenvorsitzender
1966 - 1975 Witte Heinz Ehrenvorsitzender
1975 - 1976 Sperlich Max
1976 - 1995 Martini Heinrich Ehrenvorsitzender
Silbernes Ehrenzeichen des Deutschen Wanderverbandes
1995 - 1997 Kuschat Werner
Höhepunkte
1996 75-Jahr-Feier
Auf dem Wandertag 1996 in Wernigerode wurden erstmals selbst gebundene
Blumen-
sträußchen verteilt. Seitdem sind sie das Markenzeichen der Abteilung
aus Oberhausen.
1997 - 2001 Pattberg Josef Ehrenvorsitzender
Goldenes Ehrenzeichen des SGV-Hauptvereins
Höhepunkte
Oktober 1997 wurde an der "Gretchenwiese" im Sterkrader Wald eine
Eiche gepflanzt
und eine Bank mit den Schriftzügen des SGV aufgestellt
2001 - Meyer Gerlinde Vorsitzende
Silbernes Ehrenzeichen des SGV-Hauptvereins
Höhepunkte
2001: 80-Jahr-Feier
August 2004 Änderung der Abteilungsbezeichnung "Osterfeld"
in Oberhausen/Rheinland
April 2005 Einweihung des von Gerlinde Meyer geschaffenen Oberhausener Rundweges
durch Oberbürgermeister Klaus Wehling.
September
2006 offizelle Vorstellung des von Gerlinde Meyer geschaffenen Rundgangs:
3000 Schritte durch die Oberhausener Innenstadt.
Seit Anfang 2008 existiert die von Wolfgang Linne eingerichtete Internet-Seite www.sgv-oberhausen.de
Oktober 2008 Wanderung des RP Düsseldorf, Jürgen Büssow, auf
Teilstrecken des
schrägen O.
Der Erste Weltkrieg war zu Ende. Nachkriegserscheinungen wie Parteikämpfe, Lohnstreitigkeiten, Streiks, Geldentwertung und fremde Besatzung machten sich bemerkbar.
Der strebende Mensch versuchte, vielleicht als erster aus dem Durcheinander des Alltagslebens herauszukommen, um den Glauben an das Gute wiederzugewinnen und die Quellen der Kraft neu zu erschließen. Harte Arbeit gab es schon reichlich in den Nachkriegsjahren, aber wenig Freude. Wo war die beste Kraftquelle, wo die Freudenspenderin der Menschen? Lag sie nicht in Gottes herrlicher Welt, im urwüchsigen Leben der allgewaltigen Natur? Es verwundert daher nicht, wenn lebensbejahende Menschen hier den Ausweg sahen.
So war es auch in unserer vestischen Industriegemeinde Osterfeld. Man hörte sich um, wie die Meinung zur Bildung einer kleinen Wandergruppe sei. Dieser Gedanke kam vornehmlich aus dem Kreise der Junglehrer, von denen die beiden stärksten Förderer aus dem Sauerland stammten.
Um das Leben einer idealen Wandergruppe mit ihren Wanderungen und Heimabenden kennenzulernen, nahm ein kleiner Kreis aus Osterfeld am Vereinsleben der früheren Ortsgruppe des SGV Oberhausen teil. Dieselbe besaß im Kaisergarten, in einem früheren Schießstand, ein behagliches Heim, wo wöchentlich Zusammenkünfte stattfanden. Vorlesungen, Geigenspiel und Volkstänze, zünftige Wanderlieder und was sonst noch zum Wanderleben gehört, wurden hier geboten und geübt. Mit Begeisterung nahmen die Osterfelder an solchen Nestabenden teil. Dennoch nahm der Wunsch, auch in Osterfeld eine Abteilung des SGV zu haben, immer stärkere Formen an, und am 5. Juli 1921 beschloß im Hotel Fischedick eine kleine Gruppe von Wanderfreunden die Bildung einer solchen Abteilung.
Soweit erinnerlich, nahmen an der Gründerversammlung im gewählten Vereinsheim Volksgarten-Restaurant nachstehende Wanderfreunde teil: Hans Schmidt, Albert Schmidt, Karl Steinbach, Franz Hoff, Rudolf Welbers, Otto Koch, Georg Sebon, Elisabeth Zimmermann, Elisabeth Niemann, Martha Merten, Martha Burow und Charlotte Dreyer.
Es wurden wöchentliche Zusammenkünfte und halb- und ganztägige Sonntags- wanderungen beschlossen.
Die Heimabende, die sich bei gutem Wetter hervorragend auf der Volksgartenwiese gestalten ließen, zogen manchen Freund an. Wer seine Sorgen mitbrachte, hier konnte er sie im Kreise froh gesonnener und idealer Menschen vergessen.
Kulturelle Vorträge, Lieder zur Laute und Einübung von Volkstänzen wechselten miteinander ab. Leider sind die Jahresberichte nicht alle vorhanden. Zum Teil sind sie im letzten Krieg verbrannt, sonst könnten wir ein abgerundetes Bild über die Leistungen der Abteilung geben.
Der zweite Weltkrieg hat tiefe Lücken hinterlassen.
Von drei Abteilungen im Groß-Oberhausener Raum nahm nur die Abteilung Osterfeld ihre Arbeit wieder auf.
Nun gingen viele Wanderfreunde von Oberhausen und Sterkrade mit den Wanderungen der Abteilung Osterfeld und man sah sich gezwungen, auch Nestabende nach Oberhausen und Sterkrade zu legen und betreute damit Groß-Oberhausen. Im Jahre 1960 ist nun die Abteilung Oberhausen neu erstanden. Damit verbleibt für die Abteilung Osterfeld noch der Stadtteil Sterkrade.
Wenn wir auf das jahrzehnte lange unermüdliche Schaffen zurückblicken, so bedeutet das zwar nur ein Steinchen im SGV-Dasein. Aber solcher von Begeisterung zusammengefügter Steinchen bedarf es ja vieler, um begonnenes Werk zu vollenden. Unser Weg ist vorgezeichnet, den wir zu gehen haben, wenn auch vielleicht nicht überall so sicher wie bei unserem eigenen Wegenetz. Je mehr mit uns diesen Weg wandern, desto größer die Wirkung für unser Volk und Land.
Dank gebührt allen treuen SGVern, vom ersten Vorsitzenden Hans Schmidt angefangen über Georg Sebon, der anschließend bis zum Jahre 1953 das SGV-Schiff führte und als Ehrenvorsitzender starb. Ebenso Robert Haucke, der nach ihm als Vorsitzender bis zum Jahre 1966, schon über 70 Jahre alt, die Wanderfreunde in die schöne Natur hinausführte und als Ehrenvorsitzender starb. Sein Nachfolger, Heinz Witte, der unter Robert Haucke bereits Geschäftsführer war und 40 Jahre Mitglied unserer Abteilung war, starb 1975 als Ehrenvorsitzender. Der danach gewählte neue Vorsitzende Max Sperlich, brachte wieder neue Impulse in den Verein. Man nenne nur ein Wort: „Umweltschutz“. Er starb für uns alle leider zu früh im Jahre 1976.
Nach dem Tod von Max Sperlich übernahm Wanderfreund Heinrich Martini, der seit 1966 als Wanderwart der Abteilung tätig war, den Vorsitz. Aus gesundheitlichen Gründen legte er Ende 1994 sein Amt als Vorsitzender nieder. Auf der Jahreshauptversammlung im Januar 1995 wurde er zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Er leistete 29 Jahre Vorstandsarbeit, davon 11 Jahre als Wanderwart und 18 Jahre als Vorsitzender der Abteilung. Er starb im Mai 2001.
Von 1995 bis 1997 übernahm Wanderfreund Werner Kuschat für 2 Jahre den Vorsitz.
Zum neuen Vorsitzenden wurde im Januar.1997 Josef Pattberg gewählt, der seit 1984 Mitglied ist und sich seit 1988 als Wanderwart um den Verein verdient gemacht hat. Zum ersten Mal gab es Rekorde in der Vereinsgeschichte. Die 3000-Marke bei den Teilnehmern wurde im Jahre 1996 überschritten. Darüber hinaus stieg die Beteiligung der Mitglieder an Wanderungen kontinuierlich von 37 % in 1987 auf 77 % in 1996. Diese hohe Beteiligung war, im Vergleich mit anderen Abteilungen, schon fast utopisch.
Während seiner Zeit als Vorsitzender wurde am 22. Oktober 1997 im Sterkrader Wald an exponierter Stelle - der Gretchenwiese - eine Eiche gepflanzt und eine Bank mit den Schriftzügen des SGV aufgestellt.
Im Januar 2001, 75jährig, stellte sich Josef Pattberg nicht mehr der Wiederwahl, blieb aber durch die Wahl als Beisitzer dem Vorstand erhalten. 2002 wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
2001 nahm
Gerlinde Meyer die Wahl als Vorsitzende an.
Im August 2004 wurde die Abteilungsbezeichnung „Osterfeld“ geändert
in „Oberhausen/Rheinland“. Der neue Name umschreibt und umfasst
die lokale und regionale Struktur der SGV-Abteilung wesentlich besser.
Im Januar 2005 stellte sich Gerlinde Meyer der Wiederwahl für 4 Jahre.
Am 16. April 2005 wurde der von ihr kreierte Oberhausener Rundwanderweg, der
mit dem schrägen O gekennzeichnet ist, vom Oberbürgermeister Klaus
Wehling seiner Bestimmung übergeben.
Im September
2006 unter dem Motto: „Deutschland wird fit. Gehen sie mit“, herausgegeben
von der Bundesministerin für Gesundheit Ulla Schmidt, wurde der von Gerlinde
Meyer geschaffene sehens- und erlebenswerte Stadtrundgang:
„3000 Schritte durch die Oberhausener Innenstadt“ offiziell vorgestellt.
Seit Januar
2008 existiert die von Wolfgang Linne eingerichtete Internet-Seite
www.sgv-oberhausen.de
Der Regierungspräsident in Düsseldorf, Jürgen Büssow,
nahm die Einladung an, in Oberhausen Teilstrecken des schrägen O. zu
wandern. Der CityWalk - wie er es nannte – fand Ende Oktober 2008 statt.